Wer möchte Hospizbegleiter/in werden?

Im Herbst starten neue Kurse

Foto: Beate Christ

03.05.2022

Kreis Neuwied. Es sind derzeit rund 100 Menschen, die ehrenamtlich im Auftrag des Ambulanten Hospizes und in enger Verbundenheit mit dem Neuwieder Hospizverein Schwerstkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen zur Seite stehen. Sie schenken nicht nur ihre Zeit, sondern auch Ruhe in aufgewühlten Zeiten, offene Ohren für die Sorgen der Menschen oder ganz praktische Unterstützung. Sie tragen dazu bei, dass sich kranke und alte Menschen in Würde vom Leben verabschieden können. Die Nachfrage nach Hospizbegleitungen wächst stetig und so werden ständig Menschen gesucht, die sich dieser besonderen Herausforderung stellen möchten. Im Herbst starten zwei neue Befähigungskurse in Linz/ Bad Hönningen und in Waldbreitbach. Die Bildungsreferentin des Ambulanten Hospizes, Heidi Hahnemann, beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Hospizbegleitung. 

 

Kann jeder Hospizbegleiter/in werden.

„Ich kann nur Hospizbegleitungen machen, wenn ich mich selber kenne und wenn es mir gut geht. Eine hospizliche Haltung setzt viel Empathie voraus, mindestens genauso wichtig ist es, authentisch zu sein, um Vertrauen aufbauen zu können und den Menschen ehrlich gegenüberzutreten. Hospizbegleiter/innen müssen mit beiden Füßen auf dem Boden stehen.

In unseren Befähigungskursen werden deshalb die Teilnehmer/innen in ihrer eigenen Wahrnehmung und der für andere gestärkt. Ziel ist es, eine Haltung, die von Achtsamkeit, Behutsamkeit und Respekt geprägt ist, zu schärfen.“

In unseren Befähigungskursen werden deshalb die Teilnehmer/innen in ihrer eigenen Wahrnehmung und der für andere gestärkt. Ziel ist es, eine Haltung, die von Achtsamkeit, Behutsamkeit und Respekt geprägt ist, zu schärfen.“

 

Wie ist der Befähigungskurs aufgebaut und wie viel Zeit muss ich dafür aufbringen?

Angehende Hospizbegleiter/innen erhalten das nötige Rüstzeug für ihre Aufgabe in einem 135-stündigen Befähigungskurs und einem anschließenden Praktikum. Dabei setzen sie sich selbst mit den Themen Krankheit, Sterben, Tod, Trauer und Trennung auseinander. Sie haben die Gelegenheit, zu überprüfen, ob sie für das spätere Ehrenamt in der Lage sind, über den Zeitraum von drei Monaten (eine statistische Größe) ihre Zeit einmal wöchentlich für ein bis zwei Stunden zu verschenken.

 

Was ist das Wichtigste in der Hospizbegleitung?

„Es geht darum, für den anderen- seinen Bedürfnissen entsprechend- da zu sein.“

 

Die nächsten Grundkurse für Hospizbegleiter/innen beginnen im Herbst dieses Jahres.

Mehr Informationen hierzu gibt es bei Heidi Hahnemann vom Ambulanten Hospiz, Telefon: 02631/344214 oder 02631/344240.

 

Hospizbüro Neuwied
Engerserstraße 55
56564 Neuwied
Telefon 02631 344-240
Telefax 02631 344-246

Hospizbüro Neustadt/Wied
c/o St- Josefshaus
Klosterstraße 1
53577 Neustadt/Wied
Telefon 02683 9430-490/-491


                          

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